Digitale Bildflüge mit UltraCamFalcon f100, Eagle f100, f210 und Osprey 

 Digitale Bildflüge führen wir mit zwei firmeneigenen, zweimotorigen Bildflugzeugen Piper Cheyenne IIXL und Cessna 402B durch. Als Kamerasystem kommen großformatige digitale Aufnahmesysteme der neuesten Bauart vom Typ UltraCamFALCON f100 und UltraCamEAGLE f100 sowie f210 und OSPREY zum Einsatz. Neben der Verwendung von kreiselstabilisierten Aufhängungen und dem Flight- Management-System CCNS werden GPS/INS-Systeme vom Typ Aerocontrol IId und IIe verwendet. Die gesamte Technik befindet sich im Eigentum unserer Firma. In unserer wettbewerbsintensiven Branche ist dies heute leider nicht selbstverständlich. Durch die uneingeschränkte Verfügungsgewalt können wir die Ausführungssicherheit für unsere Kunden maximieren. In Zeiten unsteten Wetters und genehmigungsrechtlicher Beschränkungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine zeitnahe Durchführung von Bildflügen.   

Equipment
UltraCamFalcon f100, Osprey, Eagle f100 und Eagle f210

Im Jahr 2010 haben wir unsere Flugzeugflotte um eine zweimotorige Piper Cheyenne IIXL erweitert. Im Vergleich zu den branchenüblichen Baumustern mit Kolbenmotoren verfügt dieser Typ über Propellerturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.200 PS sowie eine Druckkabine für Flüge in großen Höhen. Mit dem Neuerwerb ergeben sich viele Vorteile. Bei schwieriger werdenden Wetterverhältnissen können wir durch die hohe Leistung unsere Befliegungsgebiete schneller erreichen. Durch die Unabhängigkeit von Flugbenzin erreichen wir bei internationalen Projekten eine höhere Flexibilität. Zwei Turbinen erhöhen die Flugsicherheit und sorgen dafür, dass keine Abgase vor die mittig platzierte Kameraöffnung gelangen. Die Turbinen sind mit weniger als 200 Stunden Laufzeit praktisch neu und haben i.V.z. Kolbenmotoren ca. die doppelte Laufleistung, wodurch sich wiederum Wartungsaufenthalte reduzieren. In der Summe aller Eigenschaften erreichen wir somit eine weiter gesteigerte Ausführungssicherheit bei der Durchführung von Bildflügen.

Piper-402
Piper Cheyenne IIXL - Cessna 402B

Zu unserem Qualitätsanspruch gehört auch der Umbau unseres zweiten Flugzeuges, der ebenfalls zweimotorigen Cessna 402. Die Winterzeit 2009/2010 haben wir zu umfangreichen Modifikationen und Erhaltungsmaßnahmen unserer Cessna 402 genutzt. Neue Kolbenmotoren und Peripherie, Fahrwerksmodifikationen und Kontrollen der Flügel sowie unzählige kleine Verbesserungen garantieren die gewohnte Zuverlässigkeit unserer Bildflüge.

402
Cessna 402 - Neue Kolbenmotoren und Modifikationen

Seit 2007 setzen wir zur direkten Sensororientierung das GPS/INS-System AEROcontrol IId bzw. IIe der Firma IGI ein. Durch die inertiale Meßeinheit, bestehend aus optischen Fiberglaskreiseln und Beschleunigungssensoren im Zusammenspiel mit einem 12 Kanal L1/L2-GPS-Empfänger, können die Elemente der äußeren Orientierung direkt gemessen werden. Für kleinmaßstäbige Vektorkarten und Orthophotoprodukte ist somit eine direkte Georeferenzierung ohne Aerotriangulation prinzipiell möglich. Im großmaßstäbigen Bereich wird das Ergebnis der Aerotriangulation bei gleichzeitiger Reduktion von Paßpunkten stabilisiert und die Genauigkeit verbessert. Kalibrierfelder sind bei der Prozessierung weitgehend überflüssig, da die notwendigen Parameter (Misalignment) durch eine integrierte Sensororientierung in der Aerotriangulation bestimmt werden können. Welchen Vorteil hat der Kunde? Durch den Einsatz der o.a. Präzisionstechnologie reduziert sich der Aufwand zur Paßpunktbestimmung dramatisch, was sich letztlich in erheblichen Kosteneinsparungen niederschlägt.

  Piper Cheyenne IIXL arrived
Turbine-engines and pressurized cabin for broader applications

After intensive research we decided to purchase a Piper Cheyenne IIXL at the end of 2009. Usually within our business piston-engined aircrafts are used for aerial flights. In comparison to this type of aircraft our Piper uses two turbine engines with 1,200 horsepower as well as a pressurized cabin to fly in high-level altitudes. Advantages regarding from this: faster ferry to site, faster climbing, more flexibility within international projects because of using jet fuel and furthermore. Two engines ensure that no exhaust gas reaches the the mid placed camera lens. All in all we get more security in fulfilling all of our flying contracts in time. A fact that we are a little bit proud of: up to now we fulfilled 100% of our flying contracts every year.

Since purchasing our large format digital aerial camera UltraCamX in 2007 we have done several commercial projects in order to check the accuracy of the system. Therefore we are examining the system not only using statistical results (e. g. RMS) but by means of independent ground control ­­points. We flew projects with 3 cm up to 25 cm GSD and triangulated lots of different blocks. The results were much better then we expected!

UltraCamX
Large format digital aerial camera UltraCamX with GPS/INS

One of our biggest triangulation  project contains more than 3,800 aerial photos of 10 cm GSD flown in only one day including GPS/INS. We measured 13 ground control points spread over the whole area of approx. 1,500 km2.After processing the aerotriangulation (AT) in one block using only 4 (!) control points and leaving the others as free check points, we reached an accuracy of 7 cm in x, y and z. We believe that getting such a high accuracy with only a small number of control points and using the method of integrated sensor orientation is an outstanding result.

Using self-calibration within the AT (Match-AT/Inpho) gives you a much better result even if the results without using the parameter sets are quite good. Our investigations showed an improvement of up to 27 % when using self-calibration. Therefore we strongly recommend our customers to use this method in order to reach the highest accuracy possible. Furthermore, from our practical point of view, we are supporting knowledge coming from Hannover University (GER), which are saying that object recognition in digital stereo models is a factor 1.5 better compared to digitized analogue aerial photos. As you can see, we are happy not only with the potential of our sensor, but also with our digital workflow.